Das Impostor Syndrom und seine Tücken – „Ich bin nicht der, für den mich alle halten.“

Nov 14, 2022

Du kannst dir den Artikel auch hier als Podcastfolge anhören.

Das Impostor Syndrom ist ein Phänomen, von dem unzählige, teilweise auch sehr erfolgreiche Künstler*innen betroffen sind. Vielleicht kennst du es auch von dir selbst. Dir steht beispielsweise ein wichtiger Termin bevor, um deine künstlerischen Arbeiten zu präsentieren. Doch je näher der Termin rückt, umso stärker wächst auch dein Unbehagen. Gedanken machen sich breit, die nicht unbedingt zur Besserung, sondern vielmehr zu einer allumfassenden Panik beitragen.

Diese äußert sich dann in inneren Monologen, die so, oder so ähnlich klingen: „Was tu ich hier eigentlich? Bin ich völlig übergeschnappt? Ich kann das doch hier eigentlich alles gar nicht! Zwischen all den Profis bin ich hier doch der absolute Versager / die absolute Versagerin! Gleich fliege ich endgültig auf!“

Wenn dir das bekannt vorkommt, dann findest du in diesem Artikel jede Menge wertvoller und hilfreicher Informationen. Du erfährst, was es mit dem Impostor Syndrom auf sich hat, warum Kreativschaffende besonders häufig davon betroffen sind, was das Ganze mit dem Thema der eigenen Zugehörigkeit zu tun hat und was du tun kannst, um dem Spuk ein Ende zu setzen.

Was ist das Impostor Syndrom?

Schauen wir zunächst mal nach, was Wikipedia dazu sagt.

Das Hochstapler-Syndrom, teilweise auch Impostor-Syndrom, Impostor-Phänomen, Mogelpackungs-Syndrom oder Betrüger-Phänomen genannt, ist ein psychologisches Phänomen, bei dem Betroffene von massiven Selbstzweifeln hinsichtlich eigener Fähigkeiten, Leistungen und Erfolge geplagt werden und unfähig sind, ihre persönlichen Erfolge zu internalisieren.

Trotz offensichtlicher Beweise für ihre Fähigkeiten sind Betroffene davon überzeugt, dass sie sich ihren Erfolg erschlichen und diesen nicht verdient haben […]. Von Mitmenschen als Erfolge angesehene Leistungen werden von Betroffenen dieses Syndroms mit Glück, Zufall oder mit der Überschätzung der eigenen Fähigkeiten durch andere erklärt. Bei manchen dieser Menschen sind diese Selbstzweifel derart ausgeprägt, dass sie sich selbst für Hochstapler halten und in der ständigen Angst leben, andere könnten ihren vermeintlichen Mangel an Befähigung bemerken und sie als Betrüger entlarven.

Wichtig zu sagen ist außerdem, dass das Impostor Syndrom nicht als psychische Störung kategorisiert wird und somit auch nicht im ICD-10 und ICD-11 auftaucht. Impostor ist vielmehr ein Phänomen, das sich aus der Kombination von wichtigen Aufgaben und damit einhergehenden Selbstzweifeln / Unsicherheiten ergibt.

Warum kreative Menschen besonders häufig vom Impostor Sydrom betroffen sind

Bei kreativ tätigen Menschen tritt das Impostor Syndrom besonders häufig auf. Warum das so ist, hat gleich mehrere Gründe:

  1. Gestalterisch tätige Menschen stecken häufig viel Herzblut in ihre kreativen Schöpfungen. Das führt zu einer starken Identifikation und wenig persönlichem Abstand zwischen Künstler*in und dem kreativen Erzeugnis. Das resultiert im Ergebnis oft darin, dass die potentielle Kritik an der eigenen Arbeit sehr persönlich genommen wird und man leicht das Gefühl bekommen kann, nicht „nur“ auf beruflicher Ebene, sondern sogar als Mensch versagt zu haben.
  2. In Zeiten von Social Media, die wir als Kreativschaffende schließlich häufig nutzen, um unsere eigene Arbeit zu promoten, sind wir stets Bewertungen und Vergleichen ausgesetzt (Likes, Follows und Shares auf Instagram, Youtube und TikTok lassen grüßen). Obwohl wir eigentlich alle wissen, dass wir uns davon nicht beeindrucken lassen sollten, gelingt das nicht immer. So kann sich gelegentlich das Gefühl einschleichen, versagt zu haben, wenn etwas nicht (gleich) die erhoffte Wirkung erzieht. Die Bande zwischen der empfundenen Unsicherheit und Impostor Syndrom sind eben sehr, sehr eng.
  3. Kreativschaffende Personen wagen sich überdurchschnittlich oft in unbekannte Gewässer, die sie sich zunächst einmal erschließen müssen. Das Gefühl, sich immer wieder neu beweisen zu müssen, ist omnipräsent. Hierbei können sich je nach Situation durchaus Gefühle von Unsicherheit breitmachen. Diese stellen einen ausgezeichneten Nährboden für selbstdestruktive Gedanken bzw. für das Impostor Sydrom dar. Selbst, wenn eine Arbeit dann erfolgreich verläuft, so ist dies nur dem Glauben geschuldet, Glück gehabt zu haben oder den Erfolg eigentlich nicht verdient zu haben. Was folgt ist oft die Angst, an die vorangehende Leistung nicht anknüpfen zu können.

Typisches Verhalten von Menschen mit Impostor Syndrom

Typisch für das Impostor Syndrom ist ein gewisser, innerpsychischer Ablauf, der immer nach dem selben Schema abläuft und sich zudem ständig wiederholt. Eine ähnliche Grafik wurde 2011 erstmals im International Journal of behavioural science unter dem Namen „The Impostor Phenomenon“ veröffentlicht. Ich habe dir das Ganze mal übersetzt und hier visuell veranschaulicht:

Hier eine kleine Erklärung zur Grafik beziehungsweise zum typischen Impostor Syndrom Kreislauf: Mit Beginn eines Auftrags oder einer zu erledigenden, für einen selbst bedeutsamen Aufgabe, schleichen sich starke Selbstzweifel ein, auf die mit einer der beiden Verhaltensmöglichkeiten reagiert wird: Akribische Vorbereitung oder Prokrastination. Hat man sein Ziel erreicht, hat das jedoch nichts mit dem eigenen Können zu tun, sondern ist vielmehr das Ergebnis einer extrem perfektionistischen Vorarbeit oder wird als glücklicher Zufall abgetan.

„Das war nichts als reines Glück! Die anderen nehmen das falsch wahr, ich werde völlig überschätzt! Hätte ich mich nicht so akribisch vorbereitet, wäre im am Arsch gewesen“, wären da so die Standard-Glaubenssätze, die dann in den Köpfen herumgeistern.

Somit wird positives Feedback nicht ernstgenommen und kann nicht in das eigene Selbstkonzept integriert werden. In der Folge verstärkt sich die Wahrnehmung der eigenen Person als Hochstapler- oder Betrüger*in. Es machen sich enorme Selbstzweifel breit, und potentiell auch die Angst, jederzeit enttarnt werden zu können und als Versager*in oder Betrüger*in aufzufliegen. In schweren Fällen kann auch eine Depression die Folge eines ausgeprägten Impostor Syndroms sein. Mit der nächsten, bedeutsamen Aufgabe geht der Zyklus dann auch schon wieder von vorne los.

Prominente Beispiele von Künstler*innen mit Impostor Syndrom

Es gibt zahlreiche Beispiele prominenter Künstler*innen, die vom Impostor Syndrom betroffen sind. Da wären beispielsweise Jodie Foster, Dave Gahan, der Sänger von Depeche Mode, Emma Watson, Lady Gaga, Jack Harlow, Lupita Nyong´o bis hin zu Beyoncé und Kate Winslet.

Jodie Foster hat beispielsweise einmal, nachdem sie einen Oskar für eine Filmrolle gewonnen hat, gedacht, dies müsse ein schlechter Scherz sein und es würde sicherlich bald jemand bei ihr zuhause klingeln, um sich den Preis zurückzuholen.

Emma Watson sagte über ihr Impostor Syndrom:

„Es ist fast so, als würde mein Gefühl der Unzulänglichkeit umso größer, je besser ich es mache. Ich denke mir dann immer: ‚Jeden Moment wird jemand herausfinden, dass ich (…) nichts von dem verdiene, was ich erreicht habe“.

Was die eigene Zugehörigkeit mit dem Impostor Syndrom zu tun hat

Menschen, denen wir uns zugehörig fühlen, haben einen massiven Einfluss auf unsere Identität und wie wir uns als Person erleben. Wenn wir uns so wie wir sind als angenommen erleben, färbt das auf unsere Identität ab („ich bin ok“). Das gilt auch umgekehrt. Erleben wir uns als ausgegrenzt oder nicht geliebt, hat dies auch Einfluss auf unser Gefühl von Identität („Ich bin nicht in Ordnung“).

Der Kern des Problems beim Impostor Syndrom liegt also zu einem großen Teil im Empfinden der eigenen Zugehörigkeit begründet. Dieses ist vorgeprägt durch die individuelle Biografie und soziale Herkunft. Letztere wird beeinflusst von Sprache, Sozialisation, Gesellschaft, Kultur, Moral, Bräuchen und Ritualen. Wir teilen sie mit Angehörigen einer Gruppe, also beispielsweise einer Nation, Gemeinschaft, Familie und so weiter. Insbesondere die eigene Familie hat einen großen Einfluss auf das Zugehörigkeitsempfinden. Aber auch Freundeskreis und Subkulturen spielen eine große Rolle.

Wenn du merkst, dass du mit deinem Verhalten aus einer Gemeinschaft, zu der du dich zugehörig fühlst, herausstichst (oder herausstechen würdest, wenn du deine Ideen verwirklichen würdest), dann kann das schon die Ursache für dein Impostor Syndrom sein. Wie du dieses Wissen praktisch für dich nutzen und dein Zugehörigkeitsempfinden verändern kannst, erfährst du gleich im nächsten Abschnitt.

Wie diversitätstolerant sind deine Zugehörigkeitszuschreibungen?

Impostor Syndrom und Zugehörigkeit – Zu wem fühlst du dich zugehörig?

Wenn es eben schon beim Thema Zugehörigkeit bei dir geklingelt hat, dann lass uns jetzt genauer darauf eingehen. Falls das für dich kein Thema ist, kann du diesen Abschnitt überspringen, um zu den anderen Lösungsmöglichkeiten zu gelangen (siehe „Was du ansonsten tun kannst, wenn du vom Impostor Syndrom betroffen bist“).

Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe wird durch bestimmte Regeln, Werte und Normen definiert. Diese können explizit oder implizit formuliert worden sein. Welchen Gruppen oder Gemeinschaften man sich zugehörig fühlt, lässt sich beispielsweise anhand von Subkulturen erkennen, zu denen man sich zählt oder mit welchen man sympathisiert. Vielfach lassen sich diese anhand von ästhetischen Kriterien (Musikgeschmack, Kleidungsstil) , durch ein bestimmtes Sprachverhalten (zum Beispiel gendern / nicht-gendern) und anhand von mehr oder weniger politischen Positionierungen und Werten (links, feministisch versus rechts und anti-feministisch) ausmachen.

Beachte, dass sich ein Mensch eigentlich nie zu nur einer Gruppe und Gemeinschaft zugehörig fühlt, sonern immer Teil mehrerer Gruppen (Familie, Beruf, Freundeskreis, Hobbies) ist.

Impostor Syndrom und Zugehörigkeit – ein Leitfaden

Wenn du merkst, dass du gerne etwas auf dieser Ebene verändern möchtest, habe ich dir hier eine Schritt für Schritt Anleitung erstellt, die du befolgen kannst. Diese besteht aus Fragen und Hinweisen, wie du diese für dich beantworten kannst. Plane dir hierfür etwas Zeit ein und nimm wenn du möchtest Zettel und Stift zu Hand.

Frage 1: Wem oder welcher Gruppe fühle ich mich zugehörig? In welcher Gruppe darf ich mich wie verhalten? Welches Verhalten wird wertgeschätzt? Was entspricht nicht dem Interesse der Gemeinschaft, sodass ich Gefahr laufe, ausgegrenzt zu werden, wenn ich mich anders verhalte als gewünscht

Mache dir anhand der eben genannten Fragen klar, welchen Gruppen/Gemeinschaften du angehörst und was die jeweilige Gruppe/Gemeinschaft ausmacht.

Frage 2: Stehen die Werte der Gruppen oder Gemeinschaften im Einklang mit dem, was mir wichtig ist, was ich tun und ausleben leben möchte?

Wenn du das Gefühl hast, „hier (in meinem Freundeskreis, unter meinen Arbeitskollegen, in meiner Familie) bin ich richtig, hier darf ich sein so wie ich bin, hier wird mein künstlerischer Erfolg anerkannt“, dann stimmt dein künstlerisches Ziel mit den Werten deiner Gruppe überein.

Falls dem nicht so ist, frage dich, ob dies vielleicht der Ursprung für das Auftreten des Impostor Syndroms bei dir sein könnte – und ob du auf dieser Ebene etwas verändern möchtest beziehungsweise einer bestimmten Gemeinschaft noch länger gänzlich angehören möchtest.

Frage 3: Wie kannst du dich künstlerisch so entfalten und erfolgreich sein, dass du zufrieden bist, ohne das Gefühl zu haben, deine Zugehörigkeiten zu Gruppen oder Menschen, die dir wichtig sind, zu verraten?

Frage dich, ob du Zugehörigkeitsüberzeugungen deiner Eltern unhinterfragt übernommen hast (zum Beispiel sowas wie „Künstler*innen sind Genies und wir sind einfache Leute. Man muss bescheiden (oder was auch immer) sein“) . Schaue, ob du dich selbstbewusst positionieren und deine eigene Ansicht vertreten möchtest/kannst. Möglicherweise an der Zeit, ein wenig Distanz zu vorherrschenden Glaubenssätzen innerhalb einer Gruppe zu schaffen. Auch kann es eine Lösung sein, sich gänzlich aus Gemeinschaften oder Beziehungen herauszunehmen, falls sich dieser Gedanke für dich richtig anfühlt.

Abschließendes zum Thema Impostor Syndrom und Zugehörigkeit

Du siehst, die Zusammenhänge sind ganz schön komplex und es kann möglicherweise auch etwas dauern, das eigene Eingebundensein zu durchschauen. Es lohnt sich jedoch, insbesondere wenn du merkst, dass dich die nachfolgenden Tipps nicht ausreichend weiterbringen. Schließlich steht dein Ziel im Konflikt mit deiner Zugehörigkeit zu einer oder mehreren Gruppen, und da wir Menschen soziale Wesen sind, kann sich das sehr bedrohlich und beängstigend anfühlen – weshalb wir uns dann (Hallo Impostor Syndrom!) unterbewusst selbst sabotieren.

Was du ansonsten tun kannst, wenn du vom Impostor Syndrom betroffen bist

Neben der Durchleuchtung der eigenen Zugehörigkeitsbeziehungen gibt es eine auch simplere Tricks, die dir dabei helfen können, das eigene Impostor Syndrom abzuschwächen oder auch gänzlich aufzulösen. Je nach individueller Ursache und Ausprägung kannst du eine oder mehrere Optionen wählen, und dich mit ihrer Hilfe an die Arbeit machen.

1. Tipp: Mache deinen Selbstwert unabhängig von deiner künstlerischen Leistung

Würdest du andere Menschen ausschließlich nach ihrer beruflichen Leistung und nach ihrem Marktwert beurteilen? Ich hoffe nicht. Kreativschaffende mit Impostor Syndrom allerdings identifizieren sich oft mit dem, was sie erschaffen. Werde dir darüber bewusst, dass dein Selbstwert unabhängig von deinen künstlerischen und/oder beruflichen Erzeugnissen ist. Auch wenn du das in deiner Kindheit (insbesondere in der Schulzeit oder möglicherweise auch durch Erziehungsmethoden der eigenen Eltern) anders aufgefasst hast und wir in einer auf Leistung getrimmten Gesellschaft leben – dein Wert als Mensch bleibt unangetastet von dem, was du leistest.

Wenn du dir diesen feinen, aber wichtigen Unterschied immer wieder in Erinnerung rufst, und so Distanz zwischen dich und deine Arbeit bringst, kann das schon einen immensen Unterschied machen. Gezielte Übungen, Bücher, Meditationen und Hypnose zum Thema Selbstwert können dir dabei helfen, diese innere Haltung zu festigen. Bei Interesse kann ich dir auch gerne selbst einige Übungen vorstellen – wenn du daran Interesse hast, schreib es mir bitte unbedingt in die Kommentare.

2. Tipp: Sprich mit anderen über dein Impostor Syndrom

Reden hilft. Erstens bist du definitiv nicht allein mit deinen Ängsten und Selbstzweifeln. Wie du bereits gesehen hast, werden selbst die erfolgreichsten und bekanntesten Künstler*innen vom Impostor Syndrom heimgesucht. Du brauchst dich also nicht zu schämen, sondern kannst dich mit einer Person deines Vertrauens oder mit anderen Kolleg*innen aus der Kreativbranche austauschen. Ich bin mir sicher, dass du schnell merken wirst, dass es auch vielen anderen so geht.

Wenn man sich mal offen mit jemandem drüber austauscht, kann das schon unglaublich entlastend und befreiend sein! Auch kannst dir immer wieder in Erinnerung rufen, dass du vom Impostor Syndrom betroffen bist. So lassen sich deine Selbstzweifel und Ängste besser einordnen und als Phänomene (und nicht als Tatsachen!) begreifen.

3. Nimm deine Erfolge wahr!

Auch wenn der Tipp vielleicht ein bisschen cringe klingt – ich kann dir nur raten, ihn dennoch auszuprobieren: Werde dir dessen bewusst, was du bisher alles schon alles erreicht hast. Nimm dir hierfür Zettel und Stift zur Hand und sammle alles, was dir an bereits überwundenen Hindernissen, an kleinen und größeren Erfolgen einfällt. Das können bedeutende, aber auch ganz banale Dinge sein, auf die du stolz bist, selbst wenn sie keine Bedeutung für andere Menschen haben. Notiere dir unbedingt auch positives Feedback, das du von anderen erhalten hast.

Erstens hilft die Methode dabei, deine Stärken wahrzunehmen und dir ein durchaus kraftvolles Gefühl von Empowerment und Wertschätzung zu geben. Mit diesem Fokus, quasi einem „Gegenangriff“, lässt sich das Impostor Syndrom schnell wieder austreiben. Zum Zweiten hilft der Blick auf deine Stärkensammlung für den Fall, dass sich erneut negative Gedanken und Selbstzweifel einschleichen wollen. So kannst du ihnen gleich den Wind aus den Segeln nehmen, sodass sie ihr negatives Potential gar nicht erst entfalten können. Vergiss außerdem nicht, deine Stärkensammlung regelmäßig zu aktualisieren. Sie kann eine sehr wertvolle Ressource für deinen künstlerischen Erfolg sein! Auch das Feiern deiner Erfolge gehört dazu. Und zwar gebührlich, ist ja klar!

4. Erschaffe dir ein Alter Ego

Einen etwas umfangreicheren, dafür aber sehr wirkungsvollen Weg hat Beyoncé gewählt. Sie hat sich aufgrund ihres Impostor Syndroms ein künstlerisches Alter Ego namens „Sasha Fierce“ zugelegt, um sich kurz vor Auftritten gewissermaßen in eine andere Person zu verwandeln und Dinge zu tun, die sich sich selbst nicht zutraue würde. Hierzu ein kleiner Bildausschnitt aus einem Interview mit Oprah Winfrey:

Beyoncé beschreibt ihr künstlerisches Alter Ego namens „Sasha Fierce“

Beyonce hat sich „Sasha Fierce“ mithilfe einer bestimmte Technik namens Character Invention aus dem NLP und der Drama Therapy angeeignet. Wenn ihr wissen wollt, wie diese Technik funktioniert, mache ich da einen gesonderten Artikel zu. Um einen kleinen Einblick in die Technik zu bekommen, kannst du hier klicken.

Tipps, wenn du allein nicht weiterkommst

Falls du sehr stark unter dem Impostor Syndrom leiden solltest, empfehle ich, dir professionelle Hilfe zu holen. Das kann beispielsweise ein auf Künstler*innen spezialisierter Coach („Hi!“) sein, oder (insbesondere bei Depressionen) eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut deines Vertrauens. Mein Coaching- und Hypnoseangebot findest du hier.

Du bist gefragt!

Hat dir der Artikel weitergeholfen, das Impostor Syndrom besser zu verstehen und etwas dagegen zu tun? Hast du Fragen und Anregungen zu dem Thema oder möchtest du deine eigenen Erfahrungen teilen? Wenn ja, dann lass es mich gerne in der Kommentarspalte wissen. Ich freue mich immer, von euch zu lesen und zu hören. Auch weitere Themenvorschläge sind herzlich Willkommen!

Ansonsten wars das von mir. Bis zum nächsten Artikel, und – wie immer – frohes Schaffen!

Alles Liebe, deine Magdalena

Magdalena Freese

Magdalena Freese

Kreativitätscoach

Hi, ich bin Magdalena und deine Ansprechpartnerin, wenn es um das Thema Kreativität geht. Als Coach für Künstler- und Musiker*innen (sowie andere Kreativschaffende) setze ich mich tagtäglich mit künstlerischen Blockaden und ihren Lösungsmöglichkeiten auseinander. Auf meiner Seite findest du jede Menge informative und hilfreiche Artikel zum Thema Kreativität, Kreativitätsblockaden und mentale Gesundheit. Schau dich gerne mal in meinen anderen Blogartikeln um.

Bei Fragen, Anregungen und eigenem Coachingbedarf kannst du dich gerne per Kontaktformular bei mir melden.

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