Kreativität fördern leicht gemacht – mit diesen 3 spielerischen Übungen

Jun 21, 2022

Kreativität ist gelegentlich ein scheues Ding und muss manchmal sachte herausgekitzeln werden. In diesem Blogartikel verrate ich dir daher drei einfache Übungen, mit denen du deine Kreativität fördern und wieder spielerisch entfalten kannst.

Wie werde ich kreativ?

Bevor wir zu den Übungen kommen, noch ein paar Basics für alle die, die felsenfest davon überzeugt sind, absolut nicht kreativ zu sein. Denn Fakt ist: du bist es bereits. Ohne Kreativität wärst du schlicht nicht überlebensfähig und wüsstest selbst in alltäglichsten Situationen nicht, wie du mit kleinsten Veränderungen umgehen kannst. Kreativität ist daher gewissermaßen angeboren – jede*r ist kreativ. Auch du!

Kreativität fördern ist Übungssache

Man kann jedoch das Gefühl entwickeln, nicht kreativ genug zu sein oder keine guten Leistungen in Bezug auf seine kreativen Ergüsse zu erbringen. Dabei solltest du eins unbedingt verstehen – Kreativität ist ein Muskel, der regelmäßiges Training braucht, um Spitzenleistungen zu erzielen. Sinn und Zweck der Übungen ist es also, deinen „Kreativitätsmuskel“ zu trainieren. Perfektionismus ist dabei völlig fehl am Platz und verhindert wirklichen Fortschritt nur. Gute Ergebnisse kommen mit der Zeit und Übung von ganz allein.

Gesundes Streben ist selbstfokussiert: ‚Wie kann ich wachsen?‘ Perfektionismus fokussiert auf andere: ‚Was werden sie denken?‚“

Brené Brown

1. Kreativ-Übung: Schreibe Morgenseiten

Eine meiner Lieblingsübungen, um Kreativität zu fördern, ist das Schreiben von Morgenseiten. Hierbei geht es darum, drei Seiten Papier in einem Rutsch mit allem, was einem im Kopf herumschwirrt, vollzuschreiben – ohne dabei innezuhalten und großartig über Form und Inhalt nachzudenken. Die Übung endet erst wenn alle drei Seiten vollgeschrieben sind. Sie hilft dabei, den Kopf freizubekommen und in einem Zustand des Erschaffens zu verbleiben.

Dieser hilft dir auch im Anschluss dabei, Dinge ins Leben zu bringen und auszuprobieren, und bildet so die Basis für eine nachhaltiges, kreatives Arbeiten. Dem perfektionistischen Anspruch, alles gleich top optimiert aufs Papier bringen zu müssen, wird dadurch vorgebeugt. So schaffst du dir Zeit und Raum, mit verschiedenen Möglichkeiten zu experimentieren. Und am Ende deiner kreativen Session wirst du höchstwahrscheinlich sogar ein noch besseres Ergebnis haben, als wenn du stundenlang vor deinem leeren Blatt Papier sitzen würdest. Mehr Spaß macht das Ganze definitiv auch!

Die Morgenseiten-Übung eignet sich perfekt als Kreativitäts-Routine, um in die kreative Arbeit einzusteigen. In diesem Video habe ich alle Übungen dieses Artikels übrigens noch etwas genauer erklärt. Ich verlinke es auch noch einmal zum Schluss dieses Artikels.

2. Kreativ-Übung: „Music makes you lose control“

Die zweite Kreativitätstechnik besteht darin, dich von ausgewählter Musik inspirieren zu lassen und diese zu nutzen, um deine Kreativität zu fördern. Hierfür wählst du ein bestimmte Lied oder Album aus (empfohlen wird instumentelle Musik, die du normalerweise nicht so viel hörst).

Schnappe dir Kopfhörer, schalte die Musik ein und werde dir deiner eigenen Emotionen, Gedanken, Erinnungen oder imaginären Bilder bewusst. Du kannst diese am Besten auch herauszuschreiben, sodass du einen thematischen Ansatz gewinnst, den du später weiterverfolgen kannst (wenn du das möchtest). Bei der kreativen Arbeit hilft es einfach ungemein, nicht von Null anfangen zu müssen, sondern einen Einstiegspunkt oder Problemstellung zu haben. Die Methoden helfen daher auch effektiv dabei, die Angst vorm weissen Blatt zu verlieren.

Der Name der Übung kommt übrigens nicht von ungefähr. Beim kreativen Denken und Erschaffen geht es zu einem großen Teil darum, die Kontrolle loszulassen und Zugang zu seinem Unterbewusstsein zu finden. Hierfür ist die Arbeit mit imaginären Bildern und Musik hervorragend geeignet.

Deine Kreativität fördern kannst du ganz einfach, indem du dich in Lockerheit und dem Loslassen von Kontrolle übst.

3. Kreativ-Übung: Die Zauberbox

Die dritte Übung heißt Zauberbox und ist in drei Phasen unterteilt. In der ersten Phase setzt du dir einen Zeitrahmen, in dem du dich auf ein Thema festlegst, mit dem du dich beschäftigen möchtest. Zu diesem Thema notierst du die eigene Ideen und Gedanken sowie recherchiertes Wissen und schreibst alles auf Zettelchen auf, mit denen du deine Zauberbox fütterst.

Auf die zweite Phase (Ruhephase), in der du dich mit einfachen Dingen außerhalb deines Themas beschäftigst, folgt die dritte Phase, in der du deine Ideen auswertest und die besten Ergebnisse auf einem Blatt strukturierst und zusammenfasst. So kristallieren sich Aus diesem erarbeiteten Material kannst du nun etwas Neuartiges entwickeln. Schau gerne nochmal in mein Video, um dir einen genaueren Einblick über die Übungen zu verschaffen.

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In diesem Video stelle ich dir alle beschriebenen Kreativitätstechniken noch einmal vor. Sie helfen außerdem dabei, der Angst vorm weissen Blatt ein Schnippchen zu schlagen.

Leicht Kreativität fördern? Entspannung ist das Zauberwort

Beim kreativen Schaffen ist Verbissenheit nichts, was sich unbedingt auszahlt. Sie kann zwar in bestimmten Phasen helfen, diszipliniert an einer Sache dranzubleiben. Bei der Ideenfindung und Ideenentwicklung ist sie jedoch häufig kontraproduktiv. Hier hilft es viel mehr, Entspannung und Lockerheit walten zu lassen und mit Spaß und Neugier an die Dinge heranzutreten.

Daher lautet mein Geheimtipp, wenn du einmal nicht weiterkommst, aktiv Pausen einzulegen und dich eine zeitlang mit anderen, einfachen Dingen zu beschäftigen. Gut eignen sich Tätigkeiten wie Kochen, Spaziergänge, Baden, Tanzen, Freunde treffen, ins Kino gehen oder Malen. Setze dir hierfür einen Zeitrahmen und begib dich im Anschluss wieder an die Entwicklung deiner kreative Idee. Sicherlich wird sich der Knoten jetzt schon deutlich gelockert haben, sodass deine Kreativität wieder frei zum Ausdruck kommen kann!

Hat dir der Artikel geholfen, deiner Kreativität wieder auf die Sprünge zu helfen? Hast du Feedback, Fragen, Ideen oder Anmerkungen an mich? Wenn ja, dann hinterlass mir gerne einen Kommentar. Ich freue mich, von dir zu hören!

Alles Liebe und viele kreative Ideen und Ergüsse,

Magdalena

PS: Kennst du schon mein Workbook und meine Tiefenentspannungshypnose für kreative Köpfe? Du kannst sie dir beide hier auf meiner Homepage im Tausch gegen deine Emailadresse herunterladen. So wirst du außerdem automatisch über neue Artikel, Videos und Podcasts von mir informiert.

Magdalena Freese

Magdalena Freese

Kreativitätscoach

Hi, ich bin Magdalena und deine Ansprechpartnerin, wenn es um das Thema Kreativität geht. Als Coach für Künstler- und Musiker*innen (sowie andere Kreativschaffende) setze ich mich tagtäglich mit künstlerischen Blockaden und ihren Lösungsmöglichkeiten auseinander. Auf meiner Seite findest du jede Menge informative und hilfreiche Artikel zum Thema Kreativität, Kreativitätsblockaden und mentale Gesundheit. Schau dich gerne mal in meinen anderen Blogartikeln um.

Bei Fragen, Anregungen und eigenem Coachingbedarf kannst du dich gerne per Kontaktformular bei mir melden.

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